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Überlebenstipps für vier Wochen Ausnahmezustand WM

Damals vor vier Jahren schon war der schönste Moment der Beginn der Weltmeisterschaft. Die Straßen leer, ich konnte meinen Einkauf in aller Seelenruhe in einem leergefegten Supermarkt erledigen und auf den Straßen Hamburgs gefahrenfrei Rad fahren. Yes!

Natürlich gab es auch erstaunliche Momente: Eine türkische Mutter mit Kopftuch und langem Mantel, an jeder Hand einen Sohn auf dem Weg zur Schule. Zweitklässler, sieben oder acht Jahre alt. Ein bunter Kopfputz zierte die schwarzen Knabenhaare: Ein Irokesenaufsatz in schwarz-rot-gold. Offensichtlich war ganz Deutschland weltmeisterlich gestimmt. Oder diese ältere Dame, die ihren Rollator beidseitig mit Deutschlandflaggen geschmückt hatte und fröhlich die leicht abschüssige Osterstraße hinabrollte.

Doch diesmal bin ich fest entschlossen, das Geschehen so gut es geht zu ignorieren. Weiterlesen

Von Wegen und Zielen

Es war nach sehr langer Wartezeit endlich soweit: Michaela von Aichberger aka @Frauenfuss stellte ihre „Ich male meine Follower„-Moleskine Bilder in Hamburg aus. Die Vernissage wurde im Stilwerk gefeiert. Schön gelegen, direkt am Fischmarkt, von dort aus kann fast in die Elbe gespuckt werden.

Problem: Ohne Auto leider ganz schlecht zu erreichen.
Die von mir um Hilfe angetickte Service Seite des HVV warf mir tatsächlich fünf unterschiedliche Routen aus, die alle Vor- und Nachteile hatten. Wegen des romantischen Aspektes (und der kürzesten Fußwege oder geringsten Anzahl an Umsteigenötigungen) entschied ich mich für die Kombination U-Bahn und Schiff.

An den Landungsbrücken wird zur Zeit offensichtlich umgebaut, von der U-Bahn aus ist nach der Verbindungsbrücke nirgends ein Schild mit irgendwelchen Linienhinweisen zu finden.

Tapfer Richtung Wasser, die Linie 62 liegt tatsächlich schon bereit an Brücke 3, die acht Minuten Wartezeit könnte ich auch im Warmen auf dem Schiff verbringen. Wer jetzt noch kein HVV-Ticket hat: Die gibts auch direkt an der Brücke im Automaten. Die Strecke zum Fischmarkt kostet preiswerte 1.30 €. Ein wahres Schnäppchen im Vergleich zu den Preisen, die ich vergangenen Herbst in Venedig erstaunt zur Kenntnis nahm: Weiterlesen

Alice im Wunderland: ePetition zeichnen!

In meinem Twitterstream lese ich gelegentlich, wie Nilzenburger Crowd-Sourcing betreibt: Wenn er Konzerte in Brüssel sucht; oder er möchte von seinen Followern wissen:

Einhorn_normalNilzenburger: „frage: wer wäre interessiert an einem alice im wunderland-hörbuch, gelesen von einem vorlese-vater, als freiem download?“

Tja, und dann wurde nicht lange gefackelt – er stellte bereits fünf Tage danach die ersten beiden Folgen online. Alice im Wunderland, gelesen von Nilzenberger. Ganz wunderbar anzuhören. Zusammen mit eigenen oder geliehenen Kindern, allein oder zu zweit. Der macht das richtig gut. Er mag den Text, das Lächeln bei einigen Passagen ist ihm anzuhören, begeistert gibt er moduliert die Maus, fast zärtlich haucht er dem Text seine Stimme ein. Empfehlenswert !
Kapitel eins gibt’s hier, Kapitel zwei dort.
Update: Hier sind sie alle gesammelt zu finden!
Alice im Wunderland zweites Kapitel
Sehr feine Sache.

Besonders interessant dadurch, dass dem fast 150 Jahre altem Text von seinem Übersetzer Christian Enzensberger 1963 gesellschaftskritisches Potential zugeschrieben wird:

Weiterlesen

Twestival am 12.2.09 in Hamburg!

Das Twittern gehört zu den Dingen, die mein Leben im letzten Jahr wohl am meisten beeinflusst hat. Inzwischen gehört dieses Micro-Bloggen zu meinem Alltag…

Von Anfang an bewegten sich meine Kontakte allerdings nicht nur auf der virtuellen Ebene. Weiterlesen

Killt Twitter die Blogs ? Eine Session auf dem BarCamp Hamburg

#bchh08

Bis auf den Flur drängelten sich die Interessenten auf dem BarCamp Hamburg 08, als diese Frage von Jan Tißler gestellt und von den anwesenden sich bekennenden Twitteratis diskutiert wurde: Wie sieht die Zukunft des Bloggens aus ?

Jan Tissler #bchh08 Die Zukunft des Bloggens

Zwei Trends scheinen da zusammen zu fallen: Viele der “Alpha-Blogger” haben aktiv zum Erfolg des Micro-Bloggings beigetragen – und plötzlich erledigen sich viele Themen für das eigene Blog, “weil es schon getwittert wurde”.

Gleichzeitig gibt es auf der Seite der Blog-Rezipienten deutliche Ermüdungserscheinungen: Es gibt so viele “relevante” Blogs dass es ohne die Hilfe von Feedreadern oder Aggregatoren wie Netvibes überhaupt nicht mehr möglich ist, einen Überblick zu gewinnen und zu behalten. PaulinePauline outete sich damit, ca. 200 Feeds gepeichert zu haben, von denen sie ganze fünf (!) regelmäßig liest. Der Rest dient als sehr guter Pool, um im Falle des Recherche-Falles nicht über Technorati im Irgendwo suchen zu müssen.

Neue Themen in Blogs werden also nur noch von Fall zu Fall, wenn der Teaser die momentanen Leselüste und Bedürfnisse anspricht, aufgesucht. Konsequenter Weise wird in den einzelnen Blogs weniger kommentiert – auch wenn sich in Gruppen-Blogs wie Spreeblick zeitweise sämtliche Kommentatoren der Sphäre zu tummeln scheinen.

Gleichzeitig ist aber ein dem genau entgegenlaufender Trend zu beobachten: Weiterlesen

Kixka Nebraska schreibt…

… bisher auf Qype.

Kixka_schreibt

Und ich habe kürzlich* angefangen zu twittern. Doch der Einstieg mit 140 Zeichen in den Twitterorbit, ohne da draußen irgendwie bekannt zu sein, ist eine seltsame Erfahrung.

Bei Qype geht’s darum, Orte zu beschreiben. Und zwar so, als ob ich einem Freund davon erzählen würde. Oder einer Freundin. Auch schön, aber auf Dauer eben doch etwas begrenzend. Vieles von dem, was mir sonst noch im Kopf herumschwirrt, bleibt dabei auf der Strecke.

Die vier Monate Schreiben auf Qype haben bis heute 35 Berichte hervorgebracht. Nicht unbedingt Qype-typisches; vom Typus her würde ich mich eher als Nischen-Qyperin bezeichnen: Estnische Friedhöfe, Hamburger Parkplätze, Waschanlagen auf St. Pauli.

Das Schöne daran:

Das ich gemerkt habe, dass mir das Schreiben Spaß macht. Beruflich bin ich zwar Öffentlichkeitsarbeiterin und mache im weitesten Sinne was im Umfeld von „Was mit Medien“ – schreibe aber kaum längere Texte.

Neben der Lust am Formulieren, lernte ich – neben ein paar wirklich großartigen Menschen aus Hamburg und Berlin – noch etwas anderes kennen: Communityabläufe, mit Hilfe von etwas Html Bilder und Videos einzustellen und eine Gruppe pflegen. Wobei Gruppe etwas euphemistisch ist, es ist eher ein uneingeschränkt subjektiver One-Woman-Spähtrupp,** auf der Suche nach dem Besonderen auf Qype.

Ich habe keine Ahnung, was das hier wird.

Am besten, ich lege einfach mal los…

* Am 29. April 2008 postete ich meinen ersten Tweet. Inzwischen twittere ich begeistert auf mindestens drei Accounts relativ regelmäßig…

** natürlich gibt es einige Tipp-Lieferanten, herzlichen Dank vor allem an Lakritze!
Warum ich auf Qype schreibe, habe ich vor einiger Zeit versucht auseinander zu frickeln. Das wurde ziemlich meta-qype. Dafür gab es aber die meisten Feedbacks und Kommentare …