Schlagwort-Archive: Berlin

re:publica 2011: Kixka über // ICONS // Eine Profilbildanalyse der deutschen Digital-Szene

Meine dritte re:publica, meine erste als Speakerin. Yesss ! Es hat geklappt !

Schon einige Tage bevor ich als Käuferin N° 11 am 17. November mir ein Blogger-Early-Bird für die fünfte re:publica vom 13. bis 15. April 2011 in Berlin sicherte, hatte ich bereits die erste Idee für meinen Vortrag im Kopf.

Nicht ganz zufällig ist mir das Thema abends beim Duschen, direkt nach dem Hamburger Barcamp,  eingefallen:

// ICONS // Eine ikonografische Profilbildanalyse der deutschen Digital-Szene

Die Idee ist ein tendenziell feuilletonistischer Vortrag über die Profilbilder einiger exemplarischer „Heldinnen und Helden“ der Digital-Bewegung; der deutschen Blog- und Twitter-Szene. Die Wertschätzung bei Twitter in Form von Favsternchen, Retweets und Followern richtet sich nicht auf das Bild, sondern auf die „hinter“ dem Bild präsentierte und präsente Wahrheit. Doch nicht nur bei gelungenen Computer-Icons liegt der Vorteil u.a. in ihrem hohen Wiedererkennungswert. Es ist der Versuch einer Analyse der klassischen Vorbilder, Analogien und Entwicklungen, kombiniert mit meinen Assoziationen und Projektionen. Ein wenig To-do und not-to-do für Profilbilder mit einem Exkurs zum Thema Gesichtserkennung ergänzt meinen Vortrag.
Das Ganze ohne Sascha Lobo, einfach, weil es geht ;)

Profilbilder sind für mich ein elementarer, faszinierender Bestandteil der digitalen Kultur, seit Nutzende ihre Identität im Netz auch bebildern können. Die persönliche Auswahl ist von kreativen, strategischen und häufig auch vollkommen planlosen Prozessen begleitet. Das Ergebnis passt mal mehr, mal weniger gut, gelegentlich exzellent. Ich finde es spannend, zu analysieren, was gut funktioniert, obwohl es irgendwelchen „Regeln“ widerspricht. Das Zeitalter von Flickr und Facebook beschleunigt die technischer Reproduzierbarkeit auf Überlichtgeschwindigkeit. Eine Folge davon ist die soziale Konstruktion digitaler Identität im Spannungsfeld zwischen Wiedererkennbarkeit und Identitätsschutz.

Um das „ikonografisch“ im Titel zu erklären: Ja, ich habe irgendwann einmal Kunstgeschichte studiert – im Vortrag wird aber auch die Dating-Plattform okcupid eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielen.

Als ProfilAgentin bin ich seit Ende vergangenen Jahres aktiv, halte Vorträge und begleite alle Prozesse rund um die Profilgestaltung.

Weiterlesen

Advertisements

#rp10: Frauen, Foursquare und Vorschläge

Information overload. Drei Tage re:publica in Berlin: zusammen mit 2.500 anderen Heavy Usern des Internets, überwiegend Digital Residents, Vorträge und Workshops zu digitalen Themen angehört. Zwischen Friedrichstadtpalast, Kalkscheune und Quatsch Comedy Club hinundhergelaufen, nicht immer mit dem optimalen Schuhwerk. Irgendwann den Einfluss eines isländischen Vulkans zu spüren bekommen, als Referenten nicht mehr eingeflogen werden konnten und Vorträge ausfielen. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Organisations-Tweets über alternativen Heimtransport.

re:publica 2010 im Friedrichstadtpalast Berlin Foto: Daniel Seiffert

Meine zweite re:publica. Der Sprung von 1.800 zu 2.500 Teilnehmenden ist gefühlt nicht so groß, wie befürchtet. Sehr viele Gespräche, ein wenig Smalltalk, aber trotz des übervollen Programms immer wieder Gelegenheit, zu längeren und intensiveren Unterhaltungen. Ich habe es irgendwie geschafft, in den drei Tagen an 25 Veranstaltungen teilzunehmen. Weiterlesen

re:publica 2010 Jetzt schon wissen, was im April läuft.

Jetzt schon zu wissen, was ich Mitte April 2010 machen werde, fühlt sich zugegebener Maßen etwas seltsam an. Drei Tage und drei Nächte mit aufgeklapptem Laptop durch Berlin-Mitte zwischen Palast und Scheune auf der Suche nach WLAN sein? (Note to Self: Diesmal zu Sicherheit den Fonic-Stick mitnehmen)

Sicher ist: Jede Menge Menschen treffen, die ich meistens online über Twitter erlebe. Und dann immer mal zwischendurch.

Außerdem: Drei Tage ein vielseitiges Programm rund um das Thema nowhere“ // Echtzeitweb  im Jetzt und Hier – und Nirgendwo. Für alle Menschen, die sich für digitales Leben und Kulturwandel interessieren. Dem Programm kann hier und hier beim Wachsen zugesehen werden.

Ich freu‘ mich drauf! (und bin schon lange darauf vorbereitet:)

Die Tickets gibt es seit heute gestern: Hier.

re:publica extended version – Tag 2 & 3

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die zusammengepuzzelt eine Art höheren Sinn ergeben. Stricken ist für mich zum Beispiel sowas von uncool – und doch hat mich ein Schnipselmoment auf der re:publica’09 dafür begeistern können.  In der Lounge des Friedrichstadtpalastes  fiel mir eines dieser grandiosen Stijlroyal-Magazine in den Schoß:

Uncool Edition Stijlroyal 2009

Nun hat Sue in ihrem Blog Happy Schnitzel mir meine Gedanken zu Wiesbaden und dem Treiben dort bereits aus dem Kopf und damit gleichzeitig sehr wohl-formuliert das Texten abgenommen. Wiesbaden scheint … ein Nest zu sein, eine Ansammlung von guten Leuten, die ein bißchen wie TKKG sind…“

Auf dem Cover der aktuellen Uncool Edition ist ein gestrickter Ghandi zu sehen. Wunderschön ausgeleuchtet und gespiegelt. Mich als Magazin-Junkie hat man mit gutem Papier, eloquent-genialem Sprachgebrauch, doppelbödiger Gestaltung, Auslotung unerwarteter Themen und zwingend notwendig: inhärenter Selbstironie, schnell auf seiner Seite. Done ! (Klicken und Blättern) Weiterlesen

Kixkalogisches Déjà Vu im Waschsalon

Wenn zwei Tage vor Karfreitag die Waschmaschine mit lautem Todesgedröhn verreckt und der freundliche Herr der Firma, die früher noch wußte, was Frauen wünschen, am Mittwoch darauf für ganze 78,- € trocken feststellt, dass für eine Reparatur der sieben Jahre alten Maschine 280,- € investiert werden müssten: nun gut. Shit happens.(und ich weiß, welche Marke ich nicht wieder kaufen werde :P )

Es sammelt sich bei drei Männern und mir in der Zwischenzeit bis zur neuen Maschine nicht ganz unerwartet ungewaschene  Wäsche an. Mengen, die es nicht zulassen, bei den wirklich ausgesprochen freundlichen Nachbarn um Hilfe zu bitten. So ergibt sich die Gelegenheit zu einem Déja vu: Auf zum Waschsalon. Dort gibt es sogar Maschinen, die 12 Kg Wäsche auf einmal nehmen. Und nur eine halbe Stunde brauchen sollen, bis alles wieder sauber wird.

Waschsalon

Den Traum vom wunderbaren Waschsalon habe ich schon vor über zehn Jahren ausgeträumt. Mein erster Job nach meinem Examen hat mich nach Berlin gelotst, wo ich anfangs in der Willibald-Alexis-Straße residierte. Weiterlesen

re:publica ’09 Ersterfahrung (t.b.c.)

Fast 80 Stunden von Dienstag Abend bis Freitag Nacht: Parallelwelt. (Und das nicht, weil ich nicht durchgehend ins Netz konnte.) Von der pl0gbar im St. Oberholz bis zur Follower-Party bei Sascha Lobo, die  re:publica’09 fühlte sich immer wieder an, als ob meine Twitter-Timeline begehbar geworden wäre und ich in ihr herum flanieren konnte. Und die Blogs ? Das Programm bietet die dazu passende große Form: Vorträge, Workshops, Präsentationen.

Weiterlesen

Vernetzt ? pre:publica & re:publica’09

Alle Netizens – Menschen, denen das Internet also mehr bedeutet als Ebay, Amazon und Monetarisierungsfragen – die ich kenne, freuen sich schon sehr auf die nächste re:publica, die vom 1. bis zum 3. April in Berlin stattfindet. Die erwarteten Massen (Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 950 Menschen teil !) werden sich dieses Mal nicht nur in den Räumen der Kalkscheune, sondern auch im Friedrichstadtpalast mit der digitalen Gesellschaft auseinander setzen. Weiterlesen

Singing in a Box // Candice Breitz

Eingang der Temporären Kunsthalle Berlin

Der Kultur-Redaktion des SPIEGELS ist es zum Glück nicht gelungen, mich vom Besuch der Temporären Kunsthalle in Berlin abzuhalten: sollen doch die drei Videoinstallationen „Inner+Outer Space“ von Candice Breitz bereits „schon in Mailand, Oldenburg und Hannover und sogar in London zu sehen gewesen“ sein.*

Tja. Für den globetrottenden Kunst-Jet-Set ist es natürlich schon hart, dass die Künstlerin zur Eröffnung der Temporären Kunsthalle noch nicht ihr neuestes Werk „Him“ zeigt – eine Dialog-Porträt-Videoarbeit mit 23 verschiedenen Rollen Jack Nicholsons aus vierzig Jahren.

Nicholson wird ab dem 28. November 2008 sicher auch klasse, aber ich bin in diesem Fall ganz ehrlich sehr dankbar, dass ich eher unvermutet zu einem der unterhaltsamsten Kunstgenüsse der letzten Zeit kam. Weiterlesen