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Beiträge vom Dezember 2008

Flimmernde Bücher: Fahrenheit 451 in der Warburg-Bibliothek

27. Dezember 2008 · 11 Kommentare

Zwei Männer, beides Büchernarren,
sterben im Oktober 1984, im Abstand von nur zwei Tagen.
Die beiden ehemaligen Freunde hatten sich 18 Jahre vorher, während der gemeinsamen Arbeit an einer der bedeutendsten verfilmten Literatur-Hommagen, hoffnungslos zerstritten – und nie wieder gemeinsam gearbeitet.

Bei der Hommage handelt es sich um einen meiner Lieblingsfilme:
Fahrenheit 451 von François Truffaut.

Oskar Werner, der Hauptdarsteller, soll einzelne Szenen regelrecht sabotiert haben. Die Auslegung seiner Rolle als Feuerwehrmann Montag, der Bücher im Staatsauftrag verbrennt und durch die Bekanntschaft mit Clarisse, einer aufgeweckt-kritischen Nachbarin, aus seiner Lethargie gerissen wird, lief der des Regisseurs diametral entgegen.
Es grenzt fast an ein Wunder, dass sich Oskar Werner mit seiner markant-sensiblen Stimme und dem unverkennbaren Timbre für die deutsche Version selbst synchronisiert hat.

Dieser Science-Fiction-Film wirkt poppig-versponnen in seiner Sixties-Ästhetik und ist in seiner Fernseh-kritischen Haltung nach wie vor aktuell. Umso schöner, dass Holger Kraus mit seinem Flexiblen Flimmern für einen Abend im Dezember einen so grandiosen Ort gefunden hat, um diese Literatur-Verfilmung auf der großen Leinwand zu präsentieren:

Flexibles Flimmern im Warburg-Haus Foto Kixka

Im Lesesaal des Hamburger Warburg Hauses.

Ich liebe ja Räume, in denen ich mich schon nur durch mein Dortsein klüger fühle. Oder romantischer.

Auf den Lesesaal des Warburg-Hauses trifft beides zu, ist er doch Resultat der Bücher-Leidenschaft einer der bedeutendsten deutschen Kunst- und Kulturwissenschaftler.

Foto Kixka

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Kategorien: Lesen · Schauen
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Die letzten Runden auf der Eisbahn in den Wallanlagen ?

21. Dezember 2008 · 19 Kommentare

Eigentlich hätte dies
ein wunderbar
vorweihnachtlich
romantischer Beitrag
werden sollen.

Über den Zauber, den diese einmalige Freiluft-Eisbahn umgibt.

Trotz – und vielleicht auch wegen der in die Jahre gekommenen Anlage, trotz des Andranges und der vielen Testosteron-erfüllten jungen Männer, die ihre Kufenkünste zum Besten geben, trotz der Kohorten klüngelnd-kichernder Mädels, denen diese Künste gelten. Trotz der Musik, der diese Paarungs-Präliminarien untermalt – oder sagen wir lieber: überschallt.

Trotzdem also,
weil: Miss Juni im Dezember kaum einen besseren Ort für ein First Date finden wird. (mehr…)

Kategorien: Qypen
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