Kixkalogic

Adorno am Altpapiercontainer

23. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Adorno an Altpapier

Ein Meilenstein der Sozialforschung ausgesetzt?

Einfach so?

Bei der wöchentlichen Tour eines immer noch viel Holzmedien verschlingenen Haushaltes zum Altpapiercontainer lag dort letztens dieser Klassiker der empirischen Sozialpsychologie aus.

Leider ist der Inhalt nach wie vor aktuell. Die von Adorno mit entwicklte F-Skala erfasst Persönlichkeitsmerkmale für die Anfälligkeit für totalitäre Politik („implizite antidemokratische Tendenzen u. Faschismuspotential“) In der FR wurde im September 2009 gefragt, ob es den autoritären Charakter noch gibt. Dazu wurde der F-Skala Fragebogen online gestellt (dort gibt es ihn noch als pdf zum download!) Die Auswertung – die natürlich aufgrund der sehr speziellen Zusammensetzung (FR-lesende Onliner … :) nicht so wirklich repräsentativ genug für wissenschaftliche Aussagen ist – findet sich hier.

Anlass der FR-Geschichte zu den Studien zum Autoritären Charakter war die Ausstellung

„Die Frankfurter Schule und Frankfurt – Eine Rückkehr nach Deutschland“

im Jüdischen Museum in Frankfurt, wo sie noch bis zum 10. Januar 2010 zu sehen ist.

Ich bin inzwischen zu der festen Überzeugung gelangt, dass der ausgesetzte Adorno ein Bookcrossing Projekt war (Ich habe es mir nicht näher angesehen, um nach der BCID zu suchen, da ich den Titel in meinem Regal stehen habe :) Das Auswildern von eigenen Buchbeständen, um anderen Menschen auf diese Weise einen Zugang zu ermöglichen, ist ja aber auch denkbar, indem es einfach aus dem Regal geholt wird  – und statt in den Altpapiercontainer hinein auf ihn hinauf gelegt wird. Ich hoffe, dass dieser Adorno einen Finder hat glücklich machen können.

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Geschützt: دوستی

3. Oktober 2009 · Geben Sie Ihr Passwort ein, um Kommentare lesen zu können.

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KixCover für Hamburg Krimi

6. September 2009 · 3 Kommentare

Große Erleichterung:

In diesem Jahr stehen die Weihnachtsgeschenke für meine liebe Verwandtschaft fest:

Mord ohne Leiche Titelfoto: Kixka Nebraska

Ich selber bin nun absolut überhaupt gar keine Krimi-Leserin.

Aber sowohl der Ruf Gunter Gerlachs als auch dieses entstehungsgeschichtlich interessante Titelfoto rechtfertigen sowohl Geschenk als auch Anschaffung für den Eigenbedarf. ;)

Ich danke dafür Qype, ohne deren damaliger Community ich mir Anfang 2008 sicher keine Digitalkamera gekauft hätte. Ohne Qype hätte ich auch SailorHH aka Holger Kraus nicht so schnell persönlich kennengelernt. Weiterlesen →

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Wolkenbruch und Hagelpeitsche

29. August 2009 · 6 Kommentare

Ich bin zwischen den Welten gelandet.

Erst waren es nur Tröpfchen, dann Tropfen, dann ein Wassersturz. Genau in der Mitte zwischen Start und Ziel. Unter dem letzten der Alleebäume auf meiner Strecke halte ich mein Fahrrad an. Die Flucht unter den Schutz der Blätter soll nur solange wie der Guß dauern.

Einer der Momente im Leben, über die ich im Nachhinein nicht sicher bin, wie ich mich entschieden hätte, wenn ich vorher gewusst hätte, was auf mich zukommt. (Ohne es direkt mit Kinder kriegen und Eigentum erwerben vergleichen zu wollen…) Ebenso wert, zu den Momenten der verpassten richtigen Gelegenheiten zu zählen. Weil es nach einem kurzen Regenguß aussah – und sich stattdessen in einen anhaltenden Wasserfall wandelte.

Das spätsommerliche Blätterdach nutzte mir rein gar nichts. Die Hose klebte wie durchs Wasser gezogene Leggings an meinen Schenkeln, das Wasser schien wie von selbst aus den Schuhen zu fließen. Mein grüner Ledermantel verhinderte wenig. Trotz des aufgestellten Kragens spürte ich, wie sich der Regen nicht nur vom Scheitel auf den Weg entlang meines Halses und meines Rückens machte. Den Kragen stellte ich weniger wegen des Regens sondern wegen des peitschenden Hagels auf. Wasabi-Pea große Hagelkörner. Massen. hagelten. auf. mich. herab. Gleichzeitig schwillt der Wasserstrom zu meinen Füßen bis zur Bordsteinkante an und ich fühlte mich an Fluten in Thailand erinnert.

Surrealer Klimawandel? Als die Hagelkörner meine Wangen auspeitschten, dachte ich nicht darüber nach. Ich schloss die Augen. Dachte gar nichts. Sah und spürte: Wasser. Als ich die Augen wieder öffnete, stand ein Transporter vor mir an der Ampel. Das junge Paar bot mir winkend einen Platz neben ihnen an. Wirklich unglaublich zauberhaft. Ich war mindestens klatschnass. Lachend winkte ich ab. Ich hatte mich der Situation ergeben. Mir gefiel mein Standort.

Auch wenn die Sporttasche fast bis aufs letzte Handtuch durchnässt war. Irgendwann ließ der Regen nach. Ich kehrte nicht um. Mein Sportclub hat ein Schwimmbad. Ein wunderbarer Moment, es mal wieder zu nutzen und mich hinterher in der Sauna durchheizen zu lassen. Herbstanfang.

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up, up and away

7. August 2009 · 5 Kommentare

… unterwegs, ohne WLAN oder Laptop. Im September geht es weiter!

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Mobilisierende Stadtmöblierung

9. Juli 2009 · 7 Kommentare

Litfaßsäule von @Bosch

Die gute alte Zeit der Litfaßsäule ist vorbei; zumindest in Hamburg. So schrieb schon @Bosch, dessen wunderbares Foto ich zur Illustrierung benutzen darf.

fragwürdige Stadtmöbel #1

Das Nachfolgemodell ist nicht nur deutlich größer, sondern auch – mobiler. Es dreht sich und ist nachts beleuchtet. Allerdings dreht es sich nicht inwendig und das, was wie Glas aussieht, ist nur Plexiglas. Und wenn ich mich außen anlehne (was mir als Radfahrerin schon mal passiert), gerate ich nicht in Turbulenzen, aber die Umdrehung der Außenhülle erfordert gewisse Balanceakte, die bei den richtigen Litfaßsäulen nicht erforderlich waren.

fragwürdige Stadtmöbel #2

Es ist keine Entschuldigung, wenn die eingesetzte Werbung ansatzweise an der Umgebung ausgerichtet wird. Hier dient sie für mich eher als Größenvergleich. Das, was sich links neben der Ersatzsäule befindet, ist eine Telefonzelle (zuletzt von mir vor 8 Jahren benutzt) Auf diesem Bild befinden sich so gesehen drei fragwürdige Stadtmöblierungen. Wobei das Wort Möblierung natürlich ein reiner Euphemismus ist. Wer möbliert, macht sich normaler Weise ja Gedanken darüber, wie er sein Umfeld ausstattet. Hier wird selbst vor der Verschandelung von Gebäudeensembles aus der Schumacherzeit keine Rücksicht genommen.

fragwürdige Stadtmöbel #3

Doch fragwürdige Stadtmöblierungen finden sich überall in Hamburg verteilt.

Hier zum Beispiel.

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Tummeln im Tumblerland

6. Juli 2009 · 7 Kommentare

Verwahrlost. Jedenfalls ein wenig. Ja, so sieht es hier aus, zur Zeit. Ideen für kixka-esque Artikel habe ich drei quasi schreibfertig mit Fotos, Quellen, Links – doch: Es fehlt mir immer irgendetwas. Die Ruhe, die Muße, der rechte Moment. Motivation vielleicht auch. Möglicherweise.

Was ist passiert ?

Bei der Aktion mit den herzigen Blogempfehlungen (nebenbei: 827 Kommentare für den StyleSpion) wurde ich überhaupt das erste Mal auf Tumblr aufmerksam, da diese Instant-Blogs neben den „richtigen“ hier und dort ebenfalls wohlwollende Erwähnung fanden. Vorher war mir eigentlich nur das von Drikkes bekannt, bei dessen ersten Besuchen ich noch deutliche Empörung empfand, wie man sowas Geklautes denn nun allen Ernstes als Blog ausgeben kann. (Jajaja, Hauptsache das Technorati „Fave this Blog“-Widget ist installiert…)

Leicht verwahrloste Nutzp(onde)rosa

Vier Tage nach der Blog-Aktion habe ich meine Leicht verwahrloste Nutz(ponde)rosa eingerichtet. Und wunderte mich. Vor allem über die Tumblarity. Wie ich denn bitteschön hier irgendwelche Follower gewinnen könne. Ob denn jemals etwas von mir Gepostetes gerebloggt würde.

Zum Einstieg:

Tumblrn ist für mich wirkliches Miniblogging, das was Twitter im Microformat multimedial nur ansatzweise bieten kann. Es geht rasend schnell, umstandslos und quasi intuitiv. Ein Tumblr-Blog ist sekundenschnell angemeldet. Unter sehr vielen Themes kann das passende optische Erscheinungsbild ausgewählt werden und auch später, nach den ersten Schritten, problemlos gewechselt werden. Es gibt auch noch sehr viele freie Themes; ein bisschen Internet-Recherche lässt einen schnell auf die interessanten Quellen stoßen.

Ich habe meine Standardversion mit ein bißchen Gebastel im Html an meine Wünsche angepasst. Das Wording ein wenig gepimpt. Customized. Whatever. :)

Wenn das Tumblr existiert, kann es extrem einfach losgehen:

Was kann Tumblr?

Texte, Bilder, Zitate, Links, Gespräche, Sounds oder Clips können sehr umstandsfrei eingefügt, verlinkt und mit ergänzendem Text und Bild angefüttert werden. So werden kleine Universen gegründet. Ideen, Impressionen, Inspirationen gesammelt. Kleine Geschichten erzählt. Farben, Themen, Lieblinks gezeigt. Optisch hübschr als bei Delicious, ohne den Aufwand, den WordPress erfordert. Weiterlesen →

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Einladung

20. Juni 2009 · 2 Kommentare

savethedate1

Ich bin in Berlin dabei.

Bilder missbrauchter Kinder mittels Stoppschild zu verhängen, anstatt die Seiten zu löschen, kann nicht die Lösung sein.

Löschen statt Sperren !

Stoppt die Zensur!

Um was es geht, erklärt Enno allen, an denen das Thema Internetzensur bisher vorbeigegangen sein sollte hier sehr verständlich.

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Hell on High Heels

31. Mai 2009 · 13 Kommentare

High Heels in Hamburg

High Heels in Hamburg.

Bei diesem Wetter im Mai häufiger zu sehen.

Für mich sind das ja eher Sitz-Schuhe,
perfekt für den Besuch im Theater,
Restaurant oder Bar geeignet…

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Casiotone for the Painfully Alone – live

23. Mai 2009 · 7 Kommentare

Mein letzter Konzertbesuch resultierte aus meiner Begeisterung über den Bandnamen und ein oder zwei Videos, die ich im Netz entdeckt hatte – und zufällig ist Casiotone for the Painfully Alone aus Chicago tatsächlich drei Wochen später in der Stadt.

Ich scheine die einzige Frau jenseits der 30 zu sein; es sind überhaupt nur sehr wenige Menschen anwesend, ein, zwei Dutzend am Anfang, was mir nach dem überfüllten Konzert der „Whitest Boy alive“ wenige Tage vorher im Uebel und Gefährlich, schräg gegenüber, aber durchaus sehr angenehm ist. Ich bin nicht so für Käfighaltung, Atemnot und gedrängten, verschwitzten, unfreiwilligen Körperkontakt im Übermaß.

Im Hamburger Knust sind vorwiegend Jungs anwesend, 4/5 davon Hornbrillenträger. Für einen kurzen Moment frage ich mich selbst, was mich hierher verschlagen hat. Die Jungs sehen alle ein klein wenig aus wie Moot, wahlweise in Ringel- oder Kapuzenpullis gekleidet.

Casiotone ftpa im Knust

Blick auf die Bar, nicht auf die Bühne.

Was mich mehr als alles andere an diesem Abend umgehauen hat, war der Supporting Act, Concern. Vorbands sind bei Konzerten ja meist eher unangenehme Nebenwirkungen, die in Kauf genommen werden, um einen halbwegs akzeptablen Stehplatz abzubekommen.

Diesmal war alles anders.

Unvermittelt betritt ein Kapuzenpulliträger die Bühne. Kapuze tragend. Er setzt sich an eines der aufgebauten Keyboards. Das, was jetzt stattfindet, hat mehr Ähnlichkeit mit einem Vorspiel als mit irgendetwas anderem. Weiterlesen →

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